Klärschlammverwertung mit Bestnote in der Ökobilanz
> 0seit Sie diese Seite geöffnet haben: +0.0 kgTonnen CO₂ eingespart.
Seit 2013 trocknet die STRAG Klärschlamm mit Abwärme aus dem Zementwerk in Würenlingen. Das Granulat ersetzt dort Kohle – Tonne für Tonne. Eine unabhängige Ökobilanz bewertet dieses Verfahren als das umweltfreundlichste unter sieben verglichenen Entsorgungswegen.

- CO₂ eingespart durch Kohleersatz im Zementwerk seit 2013
- > 30'000 t
- Punkte in der unabhängigen Ökobilanz (Carbotech 2008)
- 100 von 100
- Heizöl oder Erdgas für die Trocknung: 100 % Abwärme
- 0 Liter
- Transport vom Trockner zum Zementofen
- 0 km
Klimawirkung
So sparen wir CO₂
Granulat ersetzt Kohle
Eine Tonne Klärschlammgranulat liefert rund 9'000 MJ Energie und ersetzt im Zementofen rund 290 kg Steinkohle. Das vermeidet rund 0.85 t fossiles CO₂ pro Tonne Granulat. Das CO₂ aus dem Schlamm selbst ist biogen und klimaneutral.
Trocknen ohne fossile Energie
Die Trocknung ist der energieintensivste Schritt. Bei uns stammt die gesamte Wärme aus dem Zementwerk nebenan – kein Heizöl, kein Erdgas. Genau das macht laut Carbotech den Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Ökobilanz.
Nichts bleibt übrig
Die Asche des Granulats wird im Zementklinker gebunden und ersetzt mineralische Rohstoffe. Es gibt keine Schlacke und keine Deponie.

Ökobilanz
Unabhängige Ökobilanz: Platz 1 von 7
Die Carbotech AG, Basel, hat 2008 im Auftrag eines Abwasserverbands sieben Entsorgungswege für Klärschlamm nach ISO 14040 verglichen: Trocknung mit Abwärme und Verwertung im Zementwerk, Mitverbrennung in Kehrichtverbrennungsanlagen, Schlammverbrennung mit Heizöl oder Strom als Zusatzenergie. Bewertet wurden Umweltbelastungspunkte (UBP 2006), klimawirksame Emissionen und der Verbrauch nicht erneuerbarer Energie. Resultat: Die Trocknung mit Abwärme und die Verwertung im Zementwerk – unser Verfahren – erreicht als einziger Entsorgungsweg einen Nettonutzen für die Umwelt und 100 von 100 Punkten. Der zweitbeste Weg kommt auf 43.
«Alle Methoden zeigen, dass die Verbrennung im Zementwerk die Entsorgungsvariante mit den tiefsten Umweltauswirkungen ist.»
Die Studie vergleicht die 2008 offerierten Entsorgungswege. Anbieter werden hier nicht genannt, nur die Verfahren. Unser Verfahren ist seither unverändert.
Carbotech AG, Ökobilanz Entsorgung Klärschlamm – Ökologischer Vergleich von verschiedenen Entsorgungsvarianten, Kurzbericht, Basel, 28. Oktober 2008, Referenz 286.85.
Indikatoren
Drei Indikatoren, ein Ergebnis

Je tiefer der Wert, desto besser. Negative Werte bedeuten, dass der Entsorgungsweg mehr Umweltbelastung vermeidet, als er verursacht – weil Kohle, Heizöl oder Strom ersetzt werden. Die Kombination aus Abwärme und Zementwerk ist bei allen drei Indikatoren die einzige Variante deutlich im negativen Bereich.
Stand 2026
Und heute? Die Verfahren im Vergleich

Seit 2008 sind in der Schweiz neue Monoverbrennungsanlagen für Klärschlamm entstanden, und einzelne Kehrichtverbrennungsanlagen stellen auf Trocknung mit Abwärme um. Wir haben die heute eingesetzten Verfahren nach den Kriterien der Carbotech-Studie eingeordnet und um das Thema Phosphor ergänzt. Bei fossiler Energie, Brennstoffersatz und Rückständen bleibt die Kombination aus Abwärme und Zementwerk unerreicht. Bei der Phosphorrückgewinnung haben Monoverbrennungsanlagen einen Vorteil: Ihr Phosphor liegt in der Asche vor. Bei uns ist er im Zementklinker gebunden – der Nachweis der Rückgewinnung erfolgt über die schweizweite Lösung, die Ende 2026 vorliegen soll.
Qualitative Einordnung der STRAG Schlammtrocknungs AG, keine Ökobilanz. Grundlagen: Carbotech 2008 sowie öffentliche Angaben der Kantone Zürich, Aargau und Basel-Stadt zu ihren Anlagen.
Unsere Leistungen
Drei Aufgaben. Ein zusammenhängender Weg.
Trocknung von entwässertem Klärschlamm (EKS)
Kläranlagen liefern entwässerten Schlamm per Lastwagen an. Wir trocknen ihn zu lagerfähigem Granulat mit rund 90 % Trockensubstanz.
Mehr erfahrenEntwässerung von Nassschlamm
Ausgefaulter Schlamm wird in unserer Entwässerungsanlage zu entwässertem Schlamm aufbereitet und anschliessend getrocknet. Zentrat und Brüdenkondensat gehen geordnet an die ARA Würenlingen.
Mehr erfahrenBetrieb rund um die Uhr
Die Anlage ist fernüberwacht und läuft an 365 Tagen im Jahr. Bei Stillständen organisieren wir mit Ihnen die Ersatzentsorgung.
Mehr erfahrenDer Prozess
Der Kreislauf in vier Schritten
- 01
Anlieferung
Entwässerter Klärschlamm per Lastwagen oder Nassschlamm per Leitung von der ARA Würenlingen
- 02
Trocknung
Wärme aus dem Zementwerk Holcim, übertragen über einen Öl-Wasser-Wärmetauscher
- 03
Granulat
Trockenes, staubarmes Produkt mit rund 90 % Trockensubstanz
- 04
Verwertung
Das Granulat ersetzt Kohle und Öl im Zementofen; die Asche wird im Klinker gebunden
Warum STRAG
Auf den Betrieb ausgerichtet.
Kurze Wege
Trocknung und Verwertung liegen am selben Standort. Kein Transport von Granulat über die Strasse, keine Zwischenlagerung.
Abwärme statt Erdgas
Die Trocknungsenergie stammt aus dem Zementwerk. Das senkt den CO₂-Fussabdruck Ihrer Schlammentsorgung.
Ein Ansprechpartner
Vertrag, Annahme, Wiegeschein, Abrechnung – alles aus einer Hand. Auf Wunsch organisieren wir auch den Transport.
Referenzen & Zusammenarbeit
Wir entsorgen Klärschlamm für Kläranlagen und Abwasserverbände im Aargau, unter anderem [Logos/Namen folgen].
Referenzlogos werden nach Freigabe ergänzt.
Im Gespräch
Sie suchen einen verlässlichen Entsorgungsweg für Ihren Klärschlamm?
Wir unterbreiten Ihnen gerne eine Offerte – mit oder ohne Transport.
